Seit Herbst 2011 haben die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in ungezählten ehrenamtlichen Stunden den bestehenden Gebäudekomplex umgebaut. Auch die Mitglieder der Alters- und Ehrenabteilung haben es sich nicht nehmen lassen mit teils über 70 Jahren noch zu helfen. Bis auf wenige Facharbeiten, wie zum Beispiel Elektro- und Sanitärarbeiten haben wir sämtliche Tätigkeiten selbst ausgeführt. Natürlich können die hier gezeigten Bilder nur einen kleinen Ausschnitt unserer Leistungen der letzten drei Jahre zeigen. Daneben haben wir Schränke und Regale aufgebaut, Rolläden erneuert, Druckluftleitungen verlegt, Parkplätze gepflastert, Bäume gefällt, Wege angelegt, Zäune aufgestellt, Steingärten angelegt und.. und .. und .. .
Am 20. Juli 2014 endet nun offiziell die Zeit der Bauarbeiten. Mit Freude und auch Stolz blicken wir zurück auf drei Jahre ehrenamtliche und ausschließlich dem Wohle aller Bürgerinnen und Bürger dienender Arbeit. Das Eigeninteresse, den der Allgemeinheit dienenden Brandschutzdienst in zeitgerechten und sicheren Räumlichkeiten durchzuführen, lassen wir uns gerne anrechnen.

Bevor überhaupt an erste Bau- und Renovierungsarbeiten zu denken war wurde der gesamte Hallen- und Gebäudekomplex von den Feuerwehrmitgliedern in Eigenleistung ausgeräumt. An Stelle der heutigen Werkstatt befand sich ein gemauerter Büroraum, der abgerissen wurde. Nicht nur die Halle mußte leergeräumt werden, auch im Bürotrakt hatten wir reichlich zu tun. Zum Schluß wurden noch die aufgeklebten Teppichböden zentimeterweise entfernt. Hiermit begannen die Arbeiten im Herbst/Winter 2011.


Der ehemalige Bürotrakt konnte auch nicht ohne baulichen Veränderungen genutzt werden. Wir haben neue Mauern errichtet, bestehende Türöffnungen wurden zugemauert und in bestehende Wände neue Türöffnungen eingefügt. Wie zum Beispiel für den Zugang zur Atemschutzpflege und der Damenumkleide. Ach übrigens: Natürlich wurden die Fliesen in den zugehörigen Saitärräumen sowie im restlichen Haus selber verlegt.

Von den heute vier Toren in dieser Wand war ursprünglich nur eines vorhanden. Eine Fachfirma hat die bestehenden Wäned senkrecht an den heutigen Torrändern durchgeschnitten. Nun waren wieder die Feuerwehrmitglieder gefragt. Die überzähligen Wände wurden abgebrochen. Nachdem wir die Verschalung für die Stürze fertiggestellt hatten, wurde diese in Handarbeit betoniert. Eine Ausfahrt der Fahrzeuge auf der gegenüberliegenden Straßenseite – direkt auf den Schwimmbadweg – ist übrigens aufgrunde der geringen Entfernung zur Straße nicht zulässig.

Damit die Schlauchpflegeanlage vom Hersteller aufgestellt und angeschlossen werden konnte waren umfangreiche Vorarbeiten notwenig. Von den im Boden verlegten Abwasserleitungen ist nichts mehr zu sehen. Der neue Beton deckt das Ergebnis der Stemmarbeiten mit Schweigen zu.

Der Anbau beherbergt die Werkstatt und sanitären Anlagen im unteren Bereich sowie die Küche des Schulungsraums und Lagerfläche im oberen Bereich. In Eigenleistung haben wir den Anbau in massiver Bauausführung in der bestehenden Halle errichtet. Beginnend mit dem Ausstemmen der Fundamente und der Abwasserrohre, deren Betonierung, Maurerarbeiten sowie Betonierung der Zwischendecke. Oder anders ausgedrückt: Hier haben wir „nebenher“ ein kleines Reihenendhaus errichtet.

Einige Feuerwehrkameraden kennen jeden neugemauerten Stein inzwischen persönlich. Ein Großteil der neugemauerten und ausgebesserten Wände – und das sind nicht wenige – wurden von uns in Eigenleistung verputzt.

In der Fahrzeughalle sehen Sie nun modernste wärmedämmende Wand- und Deckenelemente. In der Halle darf die Temperatur nicht unter sieben Grad sinken, damit an den Fahrzeugen keine Schäden auftreten und die Einsatzbereitschaft jederzeit gegeben ist. Immerhin haben wir Wasser an Bord der Fahrzeuge und das verträgt sich natürlich mit Frost nicht besonders. Die alten maroden Glaselemente und Eternitplatten im Dachbereich verursachten einen erheblichen Energieverbrauch zu Lasten der Gemeinde Dornburg, andererseits war im geplanten Kostenbuget der Austausch der Elemente nicht mehr möglich. Daher haben die Feuerwehrmitglieder in Eigenleistung die Pflasterarbeiten in der Fahrzeughalle selbst erbracht. Mit dem eigesparten Betrag konnten die umlaufenden Glaselemente ersetzt werden. Und die Neueindeckung des Daches wurde vom Feuerwehrverein bezahlt. Nun wissen Sie also auch wo das Geld, das Sie für ihr Kirmesbier im Zelt gezahlt haben gelandet ist.

Malerarbeiten! Hier ein kleiner Ausschnitt aus der Herrenumkleide. Und da es soviel Spaß macht haben wir gleich sämtliche Räume und Decken im ehemaligen Bürotrakt selbst gestrichen oder mit Rollputz versehen. In der Fahrezughalle wird Ihnen sicherlich auffallen, daß dort auch alles neu gestrichen ist. Und da wir gerade dabei waren haben wir im Zeitraum in dem das Gerüst für die Dacheindeckung der Fahrzeughalle stand mit einem neuem Anstrich versehen. Damit ist nun jeder Stein des Feuerwehrhauses von beiden Seiten frisch gestrichen.

In sämtlichen Räumen und im Flur des Obergeschosses haben wir neue Zwischendecken eingezogen. Die alten Decken entsprachen optisch nicht mehr den Anforderungen und außerdem mußten Elektro- und Multimedia-Installationen untergebracht werden. Nachdem wir eine tragfähige Lattung als Basis montiert hatten folgte der Ausbau mit Gibskartonplatten.

Wo zu Beginn noch die gelbe Wand den jetzigen Schulungsraum zur Halle hin abschließt befindet sich nun der Durchbruch zur Küche. Im Umgang mit Hilti und Boschhammer sind wir inzwischen geübt, so daß der Abbruch dieser Wand eine der leichteren Übungen war. Deutlich mehr Mühe macht da schon der als Sturz dienende Einsenträger, der von vielen kräftigen Helfern in Position gebracht werden wollte. Zu einem zweiten Frühling kamen die Holzbalken des in Wilsenroth abgerissenen Toilettenhäuschens. Diese haben wir als Dachabdeckung für den Küchentrakt wiederverwendet. Und in stillen Momenten, wenn man ganz genau hinhört, kann man manch wilden Geschichte aus früheren Wilsenröther Jahren erfahren. Im übrigen: Die komplette Einrichtung der Küche wurde vom Feuerwehrverein bezahlt und hat die Gemeindekasse keinen Cent gekostet. So dienen unsere Einnahmen vom Kirmesmontag einem guten Zweck.

Der heutige Schulungsraum besteht aus zwei Räumen die wir durch einen Wanddurchbruch verbunden haben. Wie üblich haben wir mit schwerem Gerät (Borhammer und Vorschlaghammer) mit schweren Materialien (Eisenträger) und schlauem Köpfchen gearbeitet. Die Mauerreste wurden direkt aus dem Fenster in den darunter befindlichen Container befördert.